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Erfahrungsbericht Energieaudit: Learnings und Umsetzung beim Niendorfer TSV

Die in den vergangenen eineinhalb Jahren deutlich gestiegenen Energiekosten sind für viele Sportvereine eine große Herausforderung. Auch für den Niendorfer TSV, der sich früh entschieden hat, die Situation aktiv anzugehen. “Wir haben schnell gemerkt, dass wir unsere Energiekosten genauer unter die Lupe nehmen müssen. Auch, weil wir gegenüber unseren Mitgliedern und den Bürgern eine Vorbild- und Vorreiterrolle einnehmen wollen”, sagt Mike Schreiber, Geschäftsführer des Hamburger Vereins.


Um bei dem Thema eine valide Grundlage zu haben, entschied sich der NTSV, go2zero mit der Durchführung eines Energieaudits zu beauftragen. Dabei handelt es sich um ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördertes Programm, bei dem 80 Prozent der Kosten erstattet werden.


Zur Einordnung: Der NTSV umfasst etwa 8500 Mitglieder und betreibt ein Sportzentrum mit unter anderem zwei Tennishallen, mehreren Tennis-Außenplätzen sowie einem Fitnessstudio inklusive Spa-Bereich. Dazu kommt ein Restaurant. Was aber waren nun die Ergebnisse für den Niendorfer TSV?


Insgesamt konnten beim Energieaudit zehn Maßnahmen ermittelt werden, mit denen der NTSV Energie einsparen kann. In Summe wurde dabei ein Potenzial zur Reduzierung der Energiekosten um 72 Prozent aufgedeckt. Wichtig: Die Maßnahmen sind sehr unterschiedlich. Sowohl was die erforderlichen Investitionen angeht, die von wenigen Hundert Euro bis zu sechsstelligen Euro-Beträgen gehen. Wie auch hinsichtlich der Amortisationszeit, wo die Bandbreite zwischen einem Monat und über neun Jahren liegt.


Fitness-Studio des Niendorfer TSV


Zwei Sofort-Maßnahmen, viele Themen angeschoben

Die Niendorfer machten sich nach der Zusendung des Berichts direkt an die Umsetzung: “Der Bericht, beziehungsweise schon die Beauftragung, hat bei uns einen Prozess angestoßen, wir sind viel sensibler, denken mehr über das Thema Energie nach. Für uns ist klar: Die Umsetzung ist möglich. Man muss nur etwas Zeit und den Willen haben, etwas zu ändern.”


Zwei Punkte, die die Inhalte eines Berichts verdeutlichen, konnte der Club sofort umsetzen:


  • Der Einsatz von Wassersparduschen und Wasserstrahlreglern in Waschbecken reduziert den Wasserverbrauch massiv. Hier sind die Investitions-Kosten bei etwa 1600 Euro, die Einsparung aber signifikant. Entsprechend liegt die Amortisationszeit bei unter zwei Monaten.

  • Im Pool wird bei der Umlaufpumpe eine elektronische Steuerung nachgerüstet, sodass der Betrieb in der Nacht abgesenkt wird. Die Investitionskosten von etwa 3000 Euro amortisieren sich durch eine deutliche Reduzierung der Energiekosten innerhalb eines Jahres.

Weitere, größere Themen, wie eine weitere Umstellung der Beleuchtung auf LED oder die Projektierung einer Photovoltaik-Anlage ohne eigene Investitionskosten auf den Dächern der Tennishallen, will der Club nun nach und nach umsetzen.


Tennis-Plätze und Pool-Bereich des Niendorfer TSV


Helfender Ansprechpartner elementar

Für Schreiber steht schon jetzt fest, dass sich die Beauftragung des Energieaudits gelohnt hat. Er sagt: “Für uns war und ist bei der Umsetzung die gute Zusammenarbeit mit go2zero von besonderer Bedeutung. Der Kontakt ist gut und schnell, die Umsetzung wird durch das Fachwissen massiv erleichtert.”


Schreiber glaubt daher auch, dass Vereine, die weniger Mitglieder haben und stärker vom Ehrenamt geführt werden, ebenfalls von einem Energieaudit profitieren können. Er sagt: “Natürlich muss man sich mit den Themen beschäftigen. Was aber ungemein hilft, ist, dass go2zero die fachlich teilweise komplizierten Inhalte gut übersetzt. So lassen sich die Maßnahmen auch ohne spezielle Energie-Kenntnisse umsetzen.”

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